Elektrodensatz in Biologie

Elektrodensatz im Belebungsbecken

Bei der elektrochemischen Phosphatelimination werden die Phosphate als Salze gebunden und z.B. im Abwasser über den Überschußschlammabzug entfernt.

Grundvorraussetzungen auf kommunalen Kläranlagen sind hierbei:

- Wasserhärte des Abwassers > 5°dH

- Ammoniumgehalt im Ablauf < 3 mg/l

- Nitratgehalt im Ablauf < 5 mg/l

- Ausreichende Denitrifikationsphase



Chemischer Ablauf auf kommunalen Kläranlagen

Durch die in der biologischen Abwasserreinigung installierten Elektroden findet eine Ionenverschiebung statt. Das im Abwasser enthaltene Kalzium verbindet sich in der Nitrifikationsphase mit Nitrat zu Kalzium-Nitrat:

Ammonium+Sauerstoff -> Nitrit+Sauerstoff -> Kalziumnitrat+Phosphataufnahme

In der Denitrifikationsphase kommt es zu einer Reduktion von Kalziumnitrat zu Kalziumammonium. Das Kalzium-Ammonium ist positiv, Phosphat ist negativ, somit kommt es zur Bildung von Kalzium-Ammonium-Phosphat:

Ca-Nitrat - Sauerstoff -> Ca-Nitrit - Sauerstoff -> Ca-Ammonium+Phosphat

Das entstandene Salz haftet an der Schlammflocke an und wird mit dem Überschußschlamm abgezogen. Neben Kalzum reagiert Magnesium in gleicher Weise (MAP).

Den Elektro-Phosphatfäller gibt es in verschiedenen Baugrößen von 5 bis 120 Ampere Leistung. Der Energiebedarf beträgt zwischen 2 bis 4 kWh pro Tag und 10.000 EW.